Business-Knigge

Business-Knigge: Fit für Ihren Auslandsjob

Dr. Iris Wangermann Erfahrungsbericht Leave a Comment

Sie sind Servicetechniker, technischer Zeichner oder Ingenieur und stehen vor Ihrem Auslandsaufenthalt. Wie verhalten Sie sich vor Ort, um Fettnäpfchen zu vermeiden? Auf Basis meiner jahrelangen Erfahrung als Trainerin für interkulturelle Kompetenz gebe ich Ihnen gerne Tipps an die Hand. Holen Sie sich Ihren Business-Knigge für Ihren Auslandsaufenthalt!

„Interkulturelle Kompetenz“ – Bitte was?!

Sich mit der Lösung zwischenmenschlicher, interkultureller Herausforderungen zu beschäftigen, kostet Zeit – und Letztere fehlt uns bekanntlich allen. In meinem Job arbeite ich für internationale, berufserfahrene Führungskräfte, Expatriates und Teamleiter. Alle haben eines gemeinsam: das Streben nach effektiver und effizienter Zusammenarbeit mit Menschen aus den verschiedensten Kulturen, ohne dabei das eigene Gesicht zu verlieren. Genau das erreichen Sie mit interkultureller Kompetenz. Die Teilnehmer meiner Trainings erleben viele Aha-Erlebnisse, indem wir gemeinsam detaillierte Situationsanalysen mit wissenschaftlich fundierten Informationen zusammenbringen und anhand von Beispielen in den Arbeitsalltag übertragen.

Bin ich „interkulturell kompetent“?

Wechseln Sie die Perspektive! Nur so gelingt es Ihnen, Hintergründe des Handelns anderer zu verstehen. Beispielsweise reicht es nicht einfach nur zu wissen, wie Sie in China Ihre Visitenkarte überreichen. Vielmehr gilt es zu verstehen, warum die Visitenkarte auf diese Art überreicht wird. Dieses Wissen können Sie auf weitere Situationen anwenden und so das „Mosaik der kulturellen Dimension“ für das entsprechende Land kennenlernen. Neben kulturellem Wissen benötigen Sie vor allem auch sogenannte Soft-skills, wie Empathie und den konstruktiven Umgang mit unterschiedlichen Wahrnehmungen. Bauen Sie alles zusammen in Ihren Alltag ein und machen es zu Ihrer täglichen Routine, werden Sie sich in Ihrer interkulturellen Kompetenz wesentlich weiterentwickeln.

Ihr Business-Knigge: Tipps für Ihren Auslandsaufenthalt

  • Persönliches:
    In anderen Kulturen zählt auch im Job die persönliche Ebene. So möchten Ihre Geschäftspartner erst einmal wissen wer Sie sind, bevor sie mit Ihnen zusammenarbeiten. Fallen Sie also nicht direkt mit der Tür ins Haus, sondern starten Sie mit Small-Talk.
  • Small-Talk:
    Eine gute Formel für Ihren nächsten Small-Talk: 50% Fragen stellen, 25% zuhören, 25% selber reden. In anderen Kulturen trennt man Beruf- und Privatleben nicht so stark voneinander wie in Deutschland. Übung macht hier den Meister!
  • Fragen:
    Fragen stellen ist der Schlüssel zum Erfolg. Nur so verstehen Sie, warum Menschen in anderen Kulturen etwas üblicherweise anders tun als Sie. Lassen Sie sich die Gründe für sein Handeln von einem Einheimischen erörtern und komplettieren Sie damit sukzessive Ihr Verständnis der für Sie neuen Kultur.
  • Hierarchien:
    Stellen Sie sich bei hierarchiegeprägten Kulturen auf eher zurückhaltende Zusammenarbeit ein (z.B. in Gruppenarbeiten). Dort haben Mitarbeiter in niedrigeren Hierarchiestufen gelernt zuzuhören und umzusetzen. Möchten Sie diese kulturelle Prägung ändern, schaffen Sie zuerst eine Vertrauensbasis!
  • Kritik:
    In Deutschland sind wir sehr direkt was Kommunikation von Kritik angeht. In den meisten Kulturen wird dies als extrem unhöflich wahrgenommen. Äußern Sie Kritik deshalb lieber unterschwelliger. Es zählt nicht, wie Sie die Kritik empfinden, sondern wie Ihr Gegenüber sie auf- und damit annimmt.

Wann geht es bei Ihnen los?

Mit diesen Infos sowie Ihrem Business-Knigge sind Sie nun auf kulturelle Herausforderungen vorbereitet. Interkulturelle Kompetenz ist kein Fremdwort mehr für Sie. Seien Sie offen für Ihren Perspektivenwechsel, welcher sowohl Ihre Art professionell zu arbeiten, als auch Ihre Art zu kommunizieren in Frage stellen wird. Auf ins Abenteuer! Ihr Auslandsaufenthalt wird Sie sicher bereichern.

Als Deutsch-Österreicherin wuchs ich bi-kulturell in Deutschland auf. Damit täglich bewusst umzugehen, hat mich tief geprägt – und vielleicht das Fundament für meinen heutigen Job als Trainerin und Vermittlerin zwischen den unterschiedlichsten Kulturen gelegt. Für meine stetige Horizonterweiterung und Entspannung übe ich Aikido oder begebe mich in die Natur.

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